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Werke, Biographie & Zitate von Friedrich Nietzsche

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Der Antichrist
Der Fall Wagner
Der Wanderer und sein Schatten
Die fröhliche Wissenschaft
Die Geburt der Tragödie
Die Morgenröte
Dionysus-Dithyramben
Ecce Homo
Jenseits von Gut und Böse
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Menschliches Allzumenschliches
Nietzsche kontra Wagner
Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne
Zur Genealogie der Moral
Lieder des Prinzen Vogelfrei
Zyklen und Sammlung Idyllen aus Messina
Unzeitgemäße Betrachtungen

Lieder des Prinzen Vogelfrei - Rimus remedium

Rimus remedium
Oder: Wie kranke Dichter sich trösten


Aus deinem Munde,
Du speichelflüssige Hexe Zeit,
Tropft langsam Stund’ auf Stunde.
Umsonst, dass all mein Ekel schreit:
"Fluch, Fluch dem Schlunde
Der Ewigkeit!"

Welt – ist von Erz:
Ein glühender Stier, – der hört kein Schrein.
Mit fliegenden Dolchen schreibt der Schmerz
Mir in’s Gebein:
"Welt hat kein Herz,
Und Dummheit wär’s, ihr gram drum sein!"

Giess alle Mohne,
Giess, Fieber! Gift mir in’s Gehirn!
Zu lang schon prüfst du mir Hand und Stirn.
Was frägst du? Was? "Zu welchem – Lohne?"
– – Ha! Fluch der Dirn’
Und ihrem Hohne!

Nein! Komm zurück!
Draussen ist’s kalt, ich höre regnen –
Ich sollte dir zärtlicher begegnen?
– Nimm! Hier ist Gold: wie glänzt das Stück! –
Dich heissen "Glück"?
Dich, Fieber, segnen? –

Die Thür springt auf!
Der Regen sprüht nach meinem Bette!
Wind löscht das Licht, – Unheil in Hauf’!
– Wer jetzt nicht hundert Reime hätte,
Ich wette, wette,
Der gienge drauf!


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